| V.A.:
von uns onitor label compilation
Onitor ist ein Label für elektronische
Musik aus Stuttgart. Das Anliegen seiner Macher besteht einerseits
in der Dokumentation der Stuttgarter Szene, andererseits wollen
sie aber auch nicht auf innovative Kräfte aus dem übrigen
Deutschland und dem Ausland verzichten.
Onitor besteht seit dem Sommer 99. Jetzt, nach sechs Veröffentlichungen,
ist es an der Zeit, Bilanz in Form einer Compilation zu ziehen.
Sie bietet zusätzlichen Spass, weil sie neben Stücken
bereits erschienener Platten viele bisher unveröffentlichte
Tracks sowie eine Reihe von Remixes enthält, mit denen sich
die Labelkünstler einander annehmen.
Ein paar kurze Worte über die Musiker
und Projekte auf der CD:
"Hagedorn" ist Wolfgang Hagedorn,
Mitglied der "Computerjockeys" aus Köln. "Miss
Construction" ist seine Solo-Platte auf oni.tor. Kühler,
funky Techno/House Kölner Machart.
"Solovyev" ist Jörg Koch,
Label-Mitbetreiber bei "onitor". Seine Platte "Poprad"
pendelt zwischen dubbigem Shuffle und Chain Reaction-lastigen Schiebern.
Da wird kräftig gedreht und gefiltert, die angenehm mollige
Atmosphäre wird durch die Grooves der übermächtigen
Kopfeslast enthoben.
"Checksum" sind die beiden
Vollblutmusiker Jeff Palmer (Granfaloon Bus) und Greg Freeman (Pell
Mell) aus San Francisco. Beide sind auch als Produzenten unterwegs
(u.a. Royal Trux, Virgil Shaw, Paula Frazier, Dwarves...). Ihre
Platte "from the beginning of the world until the end of time
throughout the known universe" bietet elektronischen Dub, analog
eingespielt. Ihre ganze Klasse als Musiker floss in diese ruhige,
warme Dub-Platte, die so etwas wie eine Blaupause für den Dub
der Zukunft sein könnte.
"Joachim Spieth" ist kein
unbeschriebenes Blatt. Mit seiner 12-inch "Abi 99" auf
Kompakt sorgte er bereits für ein furioses Debut. Weitere Veröffentlichungen
auf Kompakt (u.a) folgten. "Fluchtpunkt" groovt reifer,
abgehangener, aber auch düsterer als der eher teenlastige Vorgänger.
Musik für den Club und zuhause. Auch als Remixer hat sich Joachim
Spieth einen Namen gemacht, so z.B. mit seiner Version von Ego Express
"Here comes the night" auf Ladomat.
"Malte Tinnus", ebenfalls
Stuttgarter, macht minimalen Techno-House. Manche der Stücke
auf "susii" sind durchaus clubtauglich, wenngleich die
Platte auch in Ruhe zuhause gehört werden kann: Genaues Hinhören
offenbart ständige Überraschungen, die Sounds schieben
sich unaufdringlich ins Bewusstsein. Düster und sphärisch,
trotzdem 4/4. Malte Tinnus betreibt auch das Saas Fee-Label (u.a.
"Milch").
"Varga/Baumann" sind beide
Techno/House-Urgesteine, auch aus Stuttgart. Daniel Varga produzierte
schon harten Techno für Harthouse, mittlerweile ist er als
Soda und als Borneo&Sporenburg auf Italic, oder als Rework auf
Playhouse tätig. Varga ist ein versierter Musiker, DJ und Kenner
der Clubszene. Michel Baumann ist Teil von Soul Phiction (Playhouse).
Auch er produziert schon seit langem unter verschiedenen Namen seine
edlen House-Nummern.
Titelliste:
 |
01. |
hagedorn- pyramide |
 |
02. |
hagedorn- f-infection |
| |
03. |
hagedorn- roct (dubmix) |
| |
04. |
solovyev- blip (mix) |
| |
05. |
solovyev- dubrad |
 |
06. |
solovyev- roct |
| |
07. |
checksum- roct (paper dragons mix) |
| |
08. |
checksum- ascension island |
| |
09. |
checksum- bunch of fives |
| |
10. |
malte tinnus- trark punkwug |
| |
11. |
malte tinnus- ganz in weiß (skrrki mix) |
| |
12. |
joachim spieth- ganz in weiß |
| |
13. |
joachim spieth- miss construction (remix) |
| |
14. |
joachim spieth- fluchtpunkt a1 |
 |
15. |
varga & baumann- kiss |
|